Projekt Großherzogliche Gemäldegalerie

Das Projekt "Die Großherzogliche Gemäldegalerie" erforschte von Dezember 2014 bis November 2016 die Sammlungsgeschichte der Sammlung Alte Meister des Landesmuseums. Mit der Förderung der Stiftung Pro Niedersachsen wurde ein neuer Bestandskatalog der Galerie Alte Meister erarbeitet.

Der Grundstein für die Großherzogliche Gemäldegalerie war die Sammlung des Malers J.H.W. Tischbein, die Herzog Peter Friedrich Ludwig 1804 kaufte. Im Laufe der Jahre erwarb Tischbein als Galeriedirektor und Hofmaler für die Sammlung weitere Gemälde. Den wichtigsten Schwerpunkt der Sammlung bildeten die Italienische Renaissancemalerei sowie die niederländische Malerei des Goldenen Zeitalters. Die folgenden Generationen setzten das Kunstsammeln fort, sodass eine einzigartige und erlesene Gemäldegalerie von überregionaler Strahlkraft entstand. Besonders Großherzog Nikolaus Friedrich Peter erwarb wichtige Gemälde von Rembrandt, Verspronck und Rubens. 1867 erhielt die Gemäldegalerie schließlich ein eigenes Gebäude, das Augusteum.

Das Ende des Großherzogtums Oldenburg 1918 bedeutete auch für die bei den Oldenburgern beliebte Galerie eine schwerwiegende Veränderung. Nachdem sich der Freistaat Oldenburg nicht unmittelbar mit Großherzog Friedrich August auf einen Kauf der Sammlung einigen konnte, brachte der entmachtete Landesherr einen Teil seines Eigentums in die Niederlande. Dort wurden in den folgenden Jahren fern von politischen Krisen und Inflation über 100 der besten Werke aus dem Augusteum versteigert. Die übrigen 250 Gemälde kaufte der Freistaat Oldenburg und integrierte sie in das neugegründete Landesmuseum. Einige der verkauften Gemälde konnte dessen Gründungsdirektor Dr. Müller-Wulckow zurückerwerben. Die meisten gelangten jedoch in Museen und Privatsammlungen in Europa und den Vereinigten Staaten oder tauchten erst nach einigen Jahrzehnten wieder im Kunsthandel auf.

Das Projekt "Die Großherzogliche Gemäldegalerie" fasste die Sammlung in ihrem ursprünglichen Aufbau wieder ins Auge, recherchierte die verlorenen Bestände und katalogisierte diese gemeinsam mit der weiterhin bestehenden Altmeister-Sammlung des Landesmuseums, die im Augusteum gezeigt wird.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden im Frühjahr 2017 in einem umfassenden Katalog veröffentlicht. Eine Auswahl der bearbeiteten Gemälde wurde für das Online-Portal Kulturerbe Niedersachsen in einer digitalen Sammlung zusammengestellt.

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Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

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