Käthe Kollwitz

Druckgrafiken aus der Grafischen Sammlung des Landesmuseums


Die in Königsberg geborene Käthe Kollwitz (1867-1945), deren Oeuvre von einem sozialkritischen Realismus geprägt ist, war eine der bedeutendsten Grafikerinnen des 20. Jahrhunderts. Als eine der ersten Künstlerinnen der Moderne konnte sie von ihrer Arbeit leben.

Dem Selbstportrait kommt in ihrem Werk eine zentrale Rolle zu, da es als biographisch-künstlerischer Seismograph jede Erschütterung im Leben der Künstlerin dokumentiert. Das künstlerische Schaffen von Kollwitz begleitete diese Form der Selbstbefragung über Jahrzehnte hinweg: Die ersten Selbstbildnisse entstanden bereits um 1890, die letzten 1943, zwei Jahre vor ihrem Tod.

Über die Jahre gelangte die Künstlerin in ihrer Gestaltungsweise zu einer immer radikaler werdenden formalen Reduktion. Die Verknappung des Motivs zu einer intensiven Aussage findet sich auch in anderen Werkgruppen: Während der 1897 entstandene Zyklus „Ein Weberaufstand“ noch in einen perspektivisch gestalteten Bildraum eingebettet ist, verzichtet Kollwitz hierauf in späteren Arbeiten. Durch eine Gestaltungsweise von Andeutung und Auslassung steigerte sie die Wirkmächtigkeit ihrer Werke mehr und mehr: Nicht nur die intimen Schilderungen menschlich-familiären Miteinanders, sondern auch die sozialkritischen Motive, die einen großen Umfang im Werk der Künstlerin einnehmen, entfalten eine Bildwirkung von großer Intensität.

Unser Newsletter

Unser Newsletter informiert Sie monatlich per E-Mail über aktuelle Ausstellungen, Veranstaltungen und Neuigkeiten des Landesmuseums.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

HomeǀAnfahrt

Eintrittspreise:
6 €, 4 € ermäßigt
Kinder (7 - 17 Jahre): 1,50 €
Familienkarte: 10