Oldenburger Plakatherbst: Brandspuren

Filmplakate aus dem Salzstock

20. November bis 12. Dezember 2021

Im Herbst dreht sich im Landesmuseum mit drei vielfältigen Ausstellungen alles um die Plakatkunst. Die Ausstellung Brandspuren – Filmplakate aus dem Salzsstock versammelt zahlreiche internationale Filmplakate aus den ersten 40 Jahren der Filmgeschichte. Sie wurden 1986 in einem Salzbergwerk in Grasleben gefunden, wo das Reichsfilmarchiv der Nationalsozialisten seit dem Krieg lagerte. Das Landesmuseum zeigt in Kooperation mit Mediavanti rund zwei Dutzend der aufwendig restaurierten Stücke im Oldenburger Schloss. Das 1934 gegründete Reichsfilmarchiv war das erste zentrale staatliche Filmarchiv in Deutschland. Vor dem Hintergrund nationalsozialistischer Propaganda wurde eine umfangreiche Sammlung an Filmen angelegt und der internationale Filmaustausch angeregt. Als die Luftangriffe auf Deutschland im Zweiten Weltkrieg ab 1943 zunahmen, verlagerte man Teile des Archivs in das trockene, bombensichere Salzbergwerk in Grasleben. Nach dem Sieg der Alliierten drangen amerikanische Sondereinheiten in das Bergwerk ein und transportierten vor allem filmische Materialien ab. Ein Brand beschädigte das restliche eingelagerte Material stark. Was blieb, sind die historischen Filmplakate, denen die Spuren der Zeit buchstäblich eingebrannt sind. Sie befinden sich mittlerweile in der Sammlung der Deutschen Kinemathek in Berlin, während weiteres Material, Unterlagen und Gegenstände noch immer in den Tiefen des Salzbergwerks schlummern.

 

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Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr