Die Vier Unvergesslichen

Das Zarenhaus und der Oldenburger Hof in der Zeit von Lavater und Tischbein

3. Oktober 2020 bis 17. Januar 2021

Die historischen Verbindungen zwischen Oldenburg und Russland sind überaus vielfältig. Auf personeller Ebene haben vor allem Peter I. Friedrich Ludwig von Oldenburg, seine Frau Friederike von

Württemberg, Zar Paul I. und seine Frau Maria Fjodorowna (die Schwester von Friederike von Württemberg) enge Kontakte zwischen dem Oldenburger Hof und dem russischen Zarenhaus gepflegt. Als die „Vier Unvergesslichen“ wurde diese Gruppe von dem Aufklärer und Hauptvertreter der Physiognomik Johann Caspar Lavater bezeichnet. Für Maria Fjodorowna erstellte Lavater Foliobände mit hunderten von physiognomischen Studien, die sich in der Zeit der Aufklärung großer Beliebtheit erfreuten. Auch der Oldenburger Hofmaler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein stand mit Lavater in engem Kontakt und fertigte selbst Tier-Mensch-Physiognomien an, die ebenso wie Lavaters Vorbilder an den europäischen Höfen ihrer Zeit diskutiert wurden.

Im Zentrum der Ausstellung, die im Prinzenpalais, der ehemaligen Residenz der oldenburgisch-russischen Prinzen Alexander und Peter gezeigt wird, stehen die authentischen Kunstwerke und Artefakte dieser Ost-West-Geschichte, vor allem die Werke Lavaters und Tischbeins, die zwischen den Höfen in Oldenburg, Eutin und Pawlowsk zirkulierten, aber auch die historischen Portraits, die die Verbundenheit dieser Zentren vor Augen führen.

Die Ausstellung erinnert erstmals umfassend an die faszinierende europäische Geschichte der „Vier Unvergesslichen“ und an die weitreichende Bedeutung der dynastischen, diplomatischen, personellen und kulturellen Beziehungen zwischen Oldenburg und Russland.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE)

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