Förderpreis der Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg geht an Anneke Kleimann

In diesem Jahr erhielt die gebürtige Oldenburgerin Anneke Kleimann den be­gehr­ten För­der­preis in der Spar­te „Skulptur und Installation“. Die Aus­zeich­nung ist mit 8.000 Euro sowie einer Aus­stel­lung im Lan­des­mu­seum für Kunst und Kul­tur­ge­schich­te Olden­burg mit be­glei­ten­der Pu­bli­ka­tion dotiert.

Die Jury wählte Anneke Kleimann aus einer Reihe von hochkarätigen Kandidatinnen und Kandidaten für den diesjährigen Förderpreis der Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg aus. Ausgeschrieben war die Sparte „Skulptur und Installation“, für die zahlreiche junge Künstlerinnen und Künstler vielfältige und qualitätvolle Bewerbungen einreichten.  

Die Preisträgerin wurde 1988 in Oldenburg geboren und studierte an der École nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris sowie bei Prof. Pia Stadtbäumer und Prof. Matt Mullican an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, wo sie im Jahr 2015 ihren Master machte. Seitdem war Anneke Kleimann, die heute in Berlin lebt, mit ihren Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen und erhielt mehrere Förderstipendien.

Aus den eingereichten Portfolios stach Anneke Kleimann für die Jury aufgrund der Klarheit ihrer Formensprache sowie der technischen Perfektion ihrer Skulpturen hervor. Absolut überzeugend ist auch die Umsetzung ihrer gedanklichen Auseinandersetzung mit Themen wie Zeit, Ton und Bewegung ins Skulpturale. Die Bandbreite der dabei entstehenden Arbeiten – von Multiversen aus Pappmaché bis zu überdimensionierten Marshmallows aus Zucker, Gelatine und Lebensmittelfarbe – beeindruckt und lässt immer wieder neue Aspekte im Werk der Künstlerin aufscheinen. Das Sichtbarmachen von Unsichtbarem und Vergänglichem ist das Hauptthema von Anneke Kleimanns durchdachten, technisch anspruchsvollen und zugleich sinnlichen Arbeiten.

Anneke Kleimann freut sich besonders, im Oktober dieses Jahres ihre Werke im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Oldenburg präsentieren zu können: „Eine Ausstellung in meiner Heimatstadt!“.

Der Jury, gebildet aus einem jährlich wechselnden Kreis von Kunstexperten, gehörten in diesem Jahr an: Dr. Anna Heinze, stellv. Direktorin Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, Merle Radtke, Leiterin Kunsthalle Münster, Monika Schnetkamp, Unternehmerin und Sammlerin, Michael Ramsauer, Künstler, Dr. Arie Hartog, Direktor Gerhard-Marcks-Haus Bremen sowie Jürgen Müllender, Vorstandsvorsitzender Öffentliche Oldenburg.

Der Förderpreis der Kulturstiftung der Öffentlichen Oldenburg war 2021 für die Sparte „Skulptur und Installation“ ausgeschrieben. Die Kulturstiftung hat den mit 8.000 Euro dotierten Preis vor nunmehr 19 Jahren erstmals vergeben, um noch nicht arrivierte und abgesicherte junge Künstler ausfindig zu machen und junge künstlerische Positionen, die nicht Bekanntes umspielen, sondern neues Terrain suchen, zu präsentieren. Der Preis soll junge Künstler der Region zu künstlerischer Innovation ermutigen. Er ist damit nicht zuletzt auch Werbung für die „Kunstregion Oldenburger Land“. Der Preis wird alternierend für die Sparten Malerei, Fotografie und Skulptur/Installation ausgeschrieben.

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