Kabinettschau 100 Jahre "Der Fels"

20. Juli bis 31. Oktober 2021 im Prinzenpalais

Mit der Kabinettschau 100 Jahre „Der Fels“ nimmt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg ab dem 20. Juli 2021 eine fast vergessene Künstlergruppe in den Blick.

Der Ursprung der Künstlergemeinschaft „Der Fels“ liegt in England, wo drei der späteren Mitglieder – Franz Bronstert, Georg Philipp Wörlen und der in Oldenburg geborene Fritz Fuhrken – in der Kriegsgefangenschaft aufeinandertrafen. 1920 kamen Reinhard Hilker und der Österreicher Carry Hauser hinzu. Auch wenn die fünf Mitglieder künstlerisch durchaus individuelle Wege gingen, einte sie die tiefe Überzeugung, sich mit den Problemen der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und den grundsätzlichen Fragen der menschlichen Existenz auseinandersetzen zu wollen. Der Expressionismus war für die „Felsleute“, wie sich die Mitglieder nannten, die einzig angemessene gültige Sprache. Bronstert sprach von sich und seinen Kollegen als solche, „die wie ein Fels im Meer unbeirrt ihre eigenen Wege suchen und gehen und darin feststehen.“

Zwischen 1921 und 1924 erschienen insgesamt acht Mappen mit Einblatt-Holzschnitten in einer begrenzten Auflage von jeweils 200 Exemplaren. Die Werke der Künstlergruppe zeigen stilistische Anklänge bei den Futuristen und bei den französischen Malern der Avantgarde: Die Formen werden mitunter prismenartig gebrochen, und die Motive bewegen sich zwischen verträumter Melancholie und Sachlichkeit.

Mit der Kabinettausstellung erinnert das Landesmuseum an die Künstlergruppe, die 1923 auch eine Ausstellung im Oldenburger „Kunstsalon“ des Lappan hatte.

 

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