Kabinettschau "Wolken"

bis 2. August 2020 im Prinzenpalais

Die Faszination für Wolken ist so alt wie die Menschheit selbst. Die sich ständig wandelnden Formen laden ein zum Träumen, können idyllisch, aber auch bedrohlich wirken. Ihre ungreifbaren und flüchtigen Formationen zu bannen, fordert Künstlerinnen und Künstler seit der Romantik heraus.

Mit einer Kabinettschau widmet sich das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg nun dem Motiv der Wolken in der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Bis zum
2. August präsentiert das Museum erstmals Wolkenbilder aus seinen Sammlungen im Prinzenpalais. Die Schau zeigt, auf welch unterschiedliche Weisen sich die Künstler dem Thema annäherten: Während die Landschaftsmaler versuchten, den faszinierenden Eindruck des Flüchtigen wiederzugeben, nutzten Hans Thoma oder Hugo Höppener alias Fidus das Spiel der Wolken für märchenhafte Stimmungsbilder. Für Maler wie Gerhard Bakenhus oder Georg Meyer stellten der weite Himmel und der niedrige Horizont eine künstlerische Herausforderung dar, die sie immer wieder zu neuen Wolkenstudien inspirierte. Die Bandbreite der Kabinettschau reicht von tagesgenau datierten Zeichnungen des Bremer Architekten Friedrich Wilhelm Rauschenberg bis hin zu Arbeiten von Georg Müller vom Siel, dessen Wolkendarstellungen auf einzigartige Weise die Abstraktion der Wolkenformen widerspiegeln.

Die Schau im Prinzenpalais versammelt 30 Werke – Gemälde sowie grafische Arbeiten – und gibt einen spannungsvollen Überblick über das Wolkenmotiv in der Kunst.

Zeitgleich zeigt der Oldenburger Kunstverein die Ausstellung „Wolken in der zeitgenössischen Kunst. Flüchtig – Zeichenhaft – Bedrohlich“.

Am Freitag, den 15. Mai, bieten das Landesmuseum und der Kunstverein von 15 bis 20 Uhr kostenfreien Eintritt in die beiden Ausstellungen. Über die aktuellen Hygienebestimmungen für den Besuch informiert das Museum unter www.landesmuseum-ol.de.

 

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