Der Künstler wird hier seine künstlerische Auseinandersetzung mit der Allgegenwart der digitalen Medien präsentieren. Großformatige Gemälde und Zeichnungen nehmen formal Bezug auf Screen-Ansichten, Bildschirmfenster und App-Icons. Sie werden verbunden mit Motiven wie Memes, aber auch mit Alltagsgegenständen oder Referenzen auf die europäische Kunstgeschichte. Inhaltlich verknüpft Landts hochreferenzielles Werk damit digitale und analoge, natürliche und technische sowie gegenständliche und abstrakte Sphären.
Juran Landt hat 2022 an der Hochschule für Künste im Sozialen, in Ottersberg seinen Bachelor of Fine Arts absolviert und war von 2023-2024 Gast-Student der Simon Denny Klasse an der HFBK Hamburg. Seit 2024 studiert er Kunst- und Medienwissenschaften (M.A.) an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg.
Die Auseinandersetzung des Künstlers mit hochaktuellen Mediendiskursen, Wahrnehmungsfragen und technischen Entwicklungen hat die Jury ebenso beeindruckt wie die konsistente und eigenständige Bildsprache, die Juran Landts Arbeiten auszeichnet.
„Es ist jedes Jahr aufs Neue eine Freude zu sehen, dass solche hochkarätigen Nachwuchskünstlerinnen und -künstler wie Juran Landt aus unserer Region kommen, hier arbeiten und sich sogar durch sie inspirieren lassen. Ihre Sichtbarkeit zu stärken, ist Anliegen des Förderpreises der Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg“, so Jürgen Müllender, Vorstandsvorsitzender der Öffentlichen Oldenburg.
Der Jury, gebildet aus einem jährlich wechselnden Kreis von Kunstexperten, gehörten in diesem Jahr an: Dr. Anna Heinze, Direktorin des Landesmuseums Kunst & Kultur Oldenburg, David Riedel, künstlerischer Leiter am Museum Peter August Böckstiegel in Werther, Monika Schnetkamp, Unternehmerin und Sammlerin, Michael Ramsauer, Künstler, Dr. Alexander Linke, Leiter der Abteilung Kunstgeschichte an der Katholischen Akademie Stapelfeld sowie Jürgen Müllender, Vorstandsvorsitzender Öffentliche Oldenburg.
Der Förderpreis der Kulturstiftung der Öffentlichen Oldenburg war 2026 für die Sparte Malerei ausgeschrieben. Die Kulturstiftung hat den mit 8.000 Euro dotierten Preis vor nunmehr 24 Jahren erstmals vergeben, um noch nicht arrivierte und abgesicherte junge Künstlerinnen und Künstler ausfindig zu machen und junge künstlerische Positionen, die nicht Bekanntes umspielen, sondern neues Terrain suchen, zu präsentieren. Der Preis soll junge Künstlerinnen und Künstler der Region zu künstlerischer Innovation ermutigen. Er ist damit nicht zuletzt auch Werbung für die „Kunstregion Oldenburger Land“. Der Preis wird alternierend für die Sparten Malerei, Fotografie und Skulptur/Installation ausgeschrieben.

