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Am Samstag, den 6. September, ist es wieder soweit: Die Oldenburger Museumslandschaft lädt bei freiem Eintritt zur Nacht der Museen ein. Von 18 bis 24 Uhr öffnen das Haus für Medienkunst Oldenburg, das Horst-Janssen-Museum, das Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg, das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, das Oldenburger Computer-Museum, der Oldenburger Kunstverein und das Stadtmuseum Oldenburg zu später Stunde ihre Türen.

Im Haus für Medienkunst läuft die Ausstellung „Counter-Expeditions“ des kolumbianisch-amerikanischen Künstlers, Forschers und Filmemachers Felipe Castelblanco. Die Ausstellung zeigt sowohl mehrere neue Arbeiten als auch eine Retrospektive seiner zehnjährigen interdisziplinären Praxis. Zu sehen sind Filme, Videoinstallationen und Fotografien, die in Zusammenarbeit mit Gemeinden in verschiedenen Regionen entstanden sind - von den Ausläufern des Anden-Amazonas bis zum Nordatlantik. Als Erweiterung der Ausstellung wird im Pulverturm die Videoinstallation „Driftless“ des Künstlers gezeigt. Beide Ausstellungsorte sind durchgehend von 11 bis 24 Uhr geöffnet, der Eintritt ist für den ganzen Tag frei. Ab 19 Uhr präsentiert im Haus für Medienkunst das Forschungsteam Plants_Intelligence die 20-minütige Lecture Performance „Kiwicha“ von Julia Mensch, sowie ein Screening von „Solarceptors“, einem Virtual-Reality-Kunstwerk von Rasa Smite und Raitis Smits, die beide im Rahmen von Plants_Intelligence produziert wurden. „Learning like a Plant“ ist ein vom SNF finanziertes und vom Institute Art Gender Nature HGK Basel FHNW durchgeführtes Forschungsprojekt. Auch hier ist der Eintritt frei.

 

Das Horst-Janssen-Museum hat in der Museumsnacht zwei Ausstellungen, Vorführ- und Mitmachstationen und viele Kurzführungen im Programm. Zu sehen ist unter dem Titel „Bilder pro Sekunde – Zeichnung in Bewegung“ eine Gruppenausstellung von zehn internationalen Künstlerinnen und Künstlern zum Thema Animationsfilme. Die Bandbreite reicht dabei von digitalem Zeichentrick über analog gezeichnete Filme bis zur interaktiven Animation und kinetischen Raumarbeit. In der Dauerausstellung „Horst Janssen neu entdeckt“ erfahren die Museumsgäste mehr über Janssens Leben und Werk und können eine Werkauswahl mit seiner Plakatkunst betrachten. Von 19 bis 23 Uhr gibt es stündlich und halbstündlich Kurzführungen durch die Ausstellungen. Wer an Kunstpraxis interessiert ist, kann von 18 bis 22 Uhr Helmut Feldmanns Druckvorführung an der großen Frielinghauspresse beiwohnen und anschließend selbst kleine Tiefdrucke mit einer Handpresse an der Mitmachstation erstellen. Außerdem kann man die Aquarelltechnik mit Aquarellfarben und Wassertankpinsel ausprobieren. Die Mitmachstationen haben von 18 bis 22 Uhr geöffnet. Und vor dem Horst-Janssen-Museum sorgt Fabian Ehrensberger den ganzen Abend mit seinem roten Foodbike für Verpflegung mit Brat- und Currywurst sowie Softdrinks und Rotwein.

 

In der Nacht der Museen öffnet das Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg die Pforten des Oldenburger Schlosses und bietet ein buntes Programm für Jung und Alt. Beim Bücherflohmarkt im Foyer des Schlosssaals werden den Abend über Kunstbände, Ausstellungskataloge und Sachbücher zum Schnäppchenpreis angeboten. In Lesungen im Empfangszimmer lässt Dirk Meyer Lebenswelten aus der Zeit Ludwig Münstermanns (um 1575–1637/38) anhand historischer und kulturwissenschaftlicher Texte lebendig werden: Prächtige Opulenz und Schrecken liegen im bewegten 17. Jahrhundert nah beieinander. Im Schlossatelier werden Stoffbeutel und selbst mitgebrachte Textilien fantasievoll bedruckt. Im Schlosssaal können Interessierte historische Tänze aus mehreren Epochen unter fachkundiger Anleitung ausprobieren – wer möchte, kann im Kostüm kommen. Das Schloss lässt sich in der Nacht der Museen auf vielfältige Weise erkunden: Mit einer Rallye auf eigene Faust, im Rahmen einer Schlossführung oder durch den Austausch mit Live-Speakern, die an verschiedenen Orten von der Baugeschichte, der Nutzung und besonderen Objekten des Oldenburger Schlosses erzählen. Auch die aktuelle Sonderausstellung „Münstermann“ im Augusteum kann besucht werden – jedoch nur im Rahmen von Kurzführungen.

 

Anlässlich der Nacht der Museen bietet das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg im Haus und im Museumshof von 18 bis 24 Uhr ein abwechslungsreiches Programm. In den Dauerausstellungen lässt sich die Kultur- und Naturgeschichte Nordwestdeutschlands zu später Stunde erkunden. Um 19.30 Uhr führt hier eine familiengerechte Zeitreise durch die Geest, um 22.30 Uhr geht es in einer Führung um das Leben an der Küste. Die Sonderausstellung „Säbelzahnkatzen“ widmet sich diesen eiszeitlichen Jägerinnen und ihren heutigen Verwandten. Von 18 bis 23 Uhr laden zwei Angebote dazu ein, selbst aktiv zu werden: Unter dem Motto „Evolution zum Mitmachen“ können Fossilien bestimmt, modelliert oder gegossen werden. Im Museumshof wird nach steinzeitlichem Vorbild mit Pfeil und Bogen geschossen. „Pelle – Der Späti“ ist von 18 bis 24 Uhr zu Gast und sorgt unter freiem Himmel mit Snacks und Kaltgetränken für das leibliche Wohl und Musikgenuss. Im leerstehenden Gebäude Damm 46 präsentiert die Oldenburger Künstlergruppe von 18 bis 22 Uhr ihre Ausstellung „Verwandlung und Vergänglichkeit” und lädt Groß und Klein zu einer detektivischen Spurensuche ein. Kreativangebote ermöglichen es, leuchtende Nachtfalter zu gestalten oder Kohl in Kohlblumen zu verwandeln (diese Angebote sind leider nicht barrierefrei zugänglich).

 

Zur Nacht der Museen öffnet das Oldenburger Computer-Museum seine Türen für alle Technikbegeisterten und Neugierigen. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Heimcomputer der 1970er und 80er Jahre – staunen, spielen, programmieren und selbst aktiv werden, denn die Exponate sind voll funktionsfähig! Zwei spannende Führungen um 20 Uhr und 22 Uhr bieten Einblicke in die Geschichte der Computertechnik. Oder erkunden Sie die Ausstellung auf eigene Faust mit unserer unterhaltsamen Quiz-Rallye.

 

Mit „Notes on Becoming“ wagt sich der Oldenburger Kunstverein an eine Themenausstellung – diesmal aus der Perspektive der Künstlerinnen und Künstler sowie des entstehenden und werdenden Werkes. Obwohl uns der Begriff des kreativen Prozesses vertraut scheint, verdient seine konkrete Ausgestaltung eine nähere Betrachtung. Drei Aspekte stehen im Fokus: Das Konzeptionelle des Prozesses, die Rolle des Materials beim Werden und die Entwicklung des Kunstwerkes und das Narrativ seiner Entstehung und Wirkung. Ausgestellt wird eine Vielfalt unterschiedlicher Positionen aus Skulptur, Malerei, Zeichnung, Fotografie und Collage, die diese Aspekte des Werdens und der Wirkung von Kunstwerken in nachvollziehbarer Weise veranschaulichen. „Alles fließt“ im Oldenburger Kunstverein in den Werken von Natacha Donzé, Katharina Grosse, Lena Henke, Gregor Hildebrandt, Jürgen Krause, Alicja Kwade, Philipp Modersohn, Paloma Proudfoot, David Reed, Karin Sander, Danh Vo, Anna Vogel, Thomas Wachholz, Grace Weaver und Heimo Zobernig. Die Ausstellung wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Sammlung Stadler. In der Nacht der Museen erhalten die Besucherinnen und Besucher anhand von Kurzführungen (18 | 20 | 22 Uhr) und Gesprächen Einblicke zur Idee der Ausstellung, den Techniken der gezeigten Arbeiten und Hintergrundinformationen zu den Künstlerinnen und Künstlern. 

 

Das Stadtmuseum Oldenburg feiert die Nacht der Museen in diesem Jahr nicht im Museum, sondern mitten in der Stadt. Aufgrund der aktuellen Baustelle dient der SMO-Container an der Lappan-Kreuzung als Treffpunkt. Dort informiert das Museum über den Baufortschritt des Neubaus und der Aktionen bis zur Eröffnung im März 2026. Zur Nacht der Museen wird der Container zum Ausgangspunkt für drei besondere Veranstaltungen: Um 19 Uhr nimmt Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann Interessierte mit zur 91er Straße. Unter dem Titel „Love of my Life – Das erste Graffiti in Oldenburg?“ geht es auf Spurensuche nach einer jahrzehntealten Liebeserklärung – einem der ältesten Graffiti der Stadt. Um 20.30 Uhr spricht Lichtplanerin Anne Tapken-Willenborg (OC-Lichtplanung) über die Lichtinstallation des neuen Stadtmuseums. Im März 2025 wurde diese am Neubau des Stadtmuseums Oldenburg erstmals im Rahmen der Tagung LICHT2025 öffentlich in Szene gesetzt. Zum Abschluss um 21.30 Uhr führt Janna-Katharina Nyul in die Geschichte des Lappan-Tunnels ein – einem Lost Place unter Oldenburgs Straßen. Der Tunnel kann zwar nicht betreten werden, doch historische Fotos zeigen, wie er sich vom Symbol moderner Verkehrsführung zum vergessenen Ort wandelte. Halten Sie in dieser Nacht die Augen offen – es gibt am Stadtmuseum einiges zu entdecken!

 

Das vollständige Programm der Nacht der Museen Oldenburg mit allen Uhrzeiten und Aktionen ist hier zu finden.

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