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Rückblick 2025

Das Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Rund 61.000 Menschen besuchten die Ausstellungen und Veranstaltungen in Schloss, Augusteum und Prinzenpalais im vergangenen Jahr. „Dass so viele Besucherinnen und Besucher den Weg zu uns gefunden haben, werten wir als starkes Zeichen der Anerkennung für unsere Arbeit“, resümiert Dr. Anna Heinze, die zum 1. Dezember 2025 das Amt als Direktorin des Landesmuseums angetreten ist.

Präsentiert wurden 2025 insgesamt zehn Ausstellungen und Kabi­nettschauen, darunter publikumswirksame Ausstellungen wie die „World Press Photo 2023”, die zum zehnten Mal in der Huntestadt gastierte, oder die große Werkschau „Münstermann”, die das Schaffen des norddeutschen Ausnahmekünstlers Ludwig Münster­mann (um 1575–1637/38) einem breiten Publikum bekannt machte. Das Oldenburger Schloss war zudem Ausrichtungsort der Ausstel­lung der Gewinnerin des Förder­preises der Kulturstiftung Öffentli­che Oldenburg, Lucia Keidel.

Auch 2025 hat das Landesmuseum seine Position als Forschungs­stand­ort behauptet: Das 2024 begonnene Forschungsprojekt „Bitte um Aushang! Die Plakatsammlung des Landesmuseums Oldenburg“ widmete sich der Inventarisierung, Zuordnung und Kontextualisie­rung eines rund 3.000 Ausstellungsplakate umfassenden Bestan­des. In der Sammlung Online können hiervon inzwischen mehr als 2.200 Werke recherchiert werden.

Insgesamt sind mittlerweile mehr als 14.000 Objekte aus über 2.000 Jahren Kunst- und Kulturgeschichte in der Sammlung Online digital zugäng­lich gemacht worden. Auch die physische Sammlung des Landesmuseums wuchs im vergangenen Jahr: Werke von Jo­hann Heinrich Wilhelm Tischbein und Katja Liebmann bereichern seither die umfassende Sammlung des Hauses.  

 

Ausblick 2026

Nach fast zwei Jahren steht das Forschungsprojekt „Bitte um Aus­hang!“ kurz vor dem Abschluss. In Verbindung mit Grafik, Skulptur und Malerei werden ausgewählte Exemplare der umfassenden Pla­katsammlung des Landesmuseums ab dem 31. Januar 2026 in der Ausstellung „Plakat – Kunst“ im Bibliotheks­flügel des Schlosses präsentiert.

Im noch jungen Jahr 2026 erwartet die Besucher:innen des Landes­museums darüber hinaus weitere abwechslungsreiche Ausstellun­gen: Auf die „World Press Photo 2025“ (21. Februar bis 15. März) folgt vom 18. April bis zum 23. August die erste museale Schau der Berliner Künstlerin Leyla Yenirce, die jüngst mit dem Finkenwerder Förder­preis ausgezeichnet wurde. Im Herbst richtet das Landesmu­seum unter dem Titel „Weltbilder im Wandel – Landschaften von Arkadien bis Anthropozän“ (9. Oktober 2026 bis 7. Februar 2027) Aufmerksamkeit auf Land­schaftsdarstellungen aus seiner Samm­lung, die um großformatige Videoarbeiten zeitgenössischer Gegen­wartskünstler:innen ergänzt wer­den. Zum Jahresabschluss wird im Au­gusteum ab dem 28. Novem­ber eine große Ausstellung mit Werken Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins präsentiert, dessen Geburts­tag sich in diesem Jahr zum 275. Mal jährt. 

Im Frühjahr widmet sich das Landesmuseum der Umgestaltung des ehemaligen Grafikkabinetts im 2. Obergeschoss des Schlosses. Der zuletzt ungenutzte Raum zwischen Fahrstuhl und Treppenhaus soll in einen gemütlichen Lesesalon verwandelt werden, der zum Schmökern einlädt.

Mit dem Projekt DigiVers („Digitale Verantwortung und Sichtbar­keit: Die niedersächsischen Landesmuseen vernetzen Wissen­schaft und Gesellschaft“) starten die sechs Landesmuseen in Nie­dersachsen ab Januar gemeinsam in eine neue Phase der digitalen Transformation. Ziel des von zukunft.niedersachsen geförderten Verbundprojekts ist es, digitale Forschungsdateninfrastrukturen im Muse­umsbereich aufzubauen, innovative Vermittlungsformate zu entwi­ckeln und den offenen Zugang zu musealem Wissen nachhal­tig zu gewährleisten.

Ausstellungen 2026

 

31. Januar bis 21. Juni 2026
Oldenburger Schloss

In der Sammlung des Landesmuseums befindet sich ein reich­haltiger Bestand an Kunst nach 1945: Die Spannbreite reicht von expressionistischen Positionen über die Konkrete Kunst und das Informel bis zu typografischer Kunst – vertreten durch Künstler wie Oskar Kokoschka, Emil Schumacher, Anton Stankowski und Josua Reichert. Im Rahmen der Ausstellung werden selten gezeigte Grafiken, Gemälde und Skulpturen jener Künstler gemeinsam mit von ihnen gestalteten Ausstellungspla­katen präsentiert, die das spannende Kunst- und Ausstellungs­geschehen ihrer Zeit widerspiegeln. Farben, Formen, Typogra­fien und Techniken sind so vielfältig wie die Zeit, in der sie ent­standen sind. 

 

21. Februar bis 15. März 2026
Oldenburger Schloss

Aus einer Auswahl von über 59.000 Fotografien von 3.778 Foto­graf:innen aus 141 Ländern wählte die World Press Photo Foun­dation in Amsterdam 42 Gewinner:innen. Die preisgekrönten Fotografien laden dazu ein, über den Tellerrand der Nachrichten hinauszuschauen und sich mit prominenten und übersehenen Geschichten aus aller Welt zu beschäftigen: Sie zeigen Kampf und Trotz, aber auch menschliche Wärme und Mut – visuell be­eindruckende Werke, die uns tiefer in die Geschichten hinter den Schlagzeilen hineinziehen.

 

18. April bis 23. August 2026
Augusteum

Leyla Yenirce wurde 1992 in Qubînê geboren und wuchs als Kind êzidischer Geflüchteter in Oldenburg auf. In Hamburg und Bryn Mawr (USA) studierte sie Kulturanthropologie und Bildende Kunst. Seither beschäftigt sie sich medienübergreifend mit der Figuration feministischen Widerstands. Heute lebt und arbeitet die bildende Künstlerin in Berlin. Mit ihrer Einzelausstellung im Landesmuseum Oldenburg kehrt Leyla Yenirce nun zurück in ihre frühere Heimatstadt, die ihre Wahrnehmung prägte und sie früh für kulturelle Fragen sensibilisierte. Für die Ausstellung greift sie Eindrücke ihres Werdeganges auf – Räume und Wege, Stim­men und Klänge, Bilder und Perspektiven – und bringt sie in Ma­lerei, Video und Installation zu neuem Ausdruck.

 

12. Juni bis 26. Juli 2026
Oldenburger Schloss

Bereits zum 24. Mal wurde in diesem Jahr der Förderpreis der Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg vergeben. Der renommierte Nachwuchspreis will Kunstschaffende aus der Region am Be­ginn ihrer Laufbahn unterstützen und ihre Werke der Öffentlich­keit bekannt machen. 2026 war der Förderpreis in der Sparte Malerei ausgeschrieben. Gewinner ist der in Oldenburg studie­rende Künstler Juran Landt, der mit der Verbindung von analo­gen und digitalen Bildwelten die Fachjury überzeugen konnte und bereits internationale Ausstellungserfahrung gesammelt hat. 

 

1. August bis 13. September 2026
Oldenburger Schloss

Im Rahmen der 43. Internationalen Keramiktage, die Anfang Au­gust auf dem Oldenburger Schlossplatz stattfinden, präsentiert das Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg Werke der Preis­trägerin der NEUEN KERAMIK 2025, Elena Arosio, im Oldenbur­ger Schloss. Die Künstlerin aus Südtirol, Italien, kreiert einzigartige Artefakte, die sie auf der Töpferscheibe aus Feinsteinzeug her­stellt und dabei Formen mit klaren und einfachen Linien er­forscht. Ihre Kreationen werden anschließend mit versiegelter Erde veredelt und mit natürlichen Brennstoffen gebrannt, wodurch jedes Stück einzigartige und raffinierte Farben erhält.   

 

9. Oktober 2026 bis 7. Februar 2027
Oldenburger Schloss

Wie formen künstlerische Blicke auf Natur- und Lebensräume unsere Wahrnehmung der Welt? Die Ausstellung richtet die Auf­merksamkeit auf Landschaftsdarstellungen aus der Sammlung des Landesmuseums. Die Werke, die einen Bogen von der Ba­rockmalerei bis zu Editionen von Gerhard Richter spannen, tref­fen auf großformatige Videoarbeiten internationaler Kunst­schaffender der Gegenwart. Im Dialog eröffnen sich vielfältige Perspektiven auf das Verhältnis von Mensch und Umwelt im Verlauf der Geschichte – besonders aber im 21. Jahrhundert.

 

28. November 2026 bis 7. März 2027
Augusteum

Anlässlich seines 275. Geburtstags widmet das Landesmuseum Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751–1829), der unter dem Pseudonym „Goethe-Tischbein“ weithin bekannt ist, eine große Retrospektive. Mit über 85 Gemälden, rund 1.500 Zeichnungen und Aquarellen sowie über 1.500 Briefen, Manuskripten und an­deren Schriftstücken verfügt das Landesmuseum über den weltweit größten Bestand an Werken des ehemaligen Hofma­lers. Ausgehend von einem ikonisch gewordenen Gemälde zeich­net die Ausstellung Leben und Werk eines Künstlers nach, der an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert seine unverkennba­ren Spuren hinterlassen hat.

 

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