20 Jahre Washingtoner Prinzipien

Wege in die Zukunft

Am 27. November 2018 hält Professor Dr. Rainer Stamm auf der internationalen Fachtagung „20 Jahre Washingtoner Prinzipien: Wege in die Zukunft“ einen Vortrag über die Vermittlung von Provenienzforschung am Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg am Beispiel der Ausstellung „Herkunft verpflichtet! Die Geschichte hinter den Werken“, die von November 2017 bis Februar 2018 im Schloss gezeigt wurde.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Washingtoner Prinzipien lädt das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste vom 26. bis zum 28. November 2018 zu dieser weltweit beachteten Tagung in das Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ ein, auf der Fachleute aus Museen, Universitäten und Politik mit Podiumsdiskussionen, Gesprächen und Vorträgen Bilanz ziehen und Herausforderungen rund um die Themen Provenienz, Raubgut und Restitution diskutieren.

Die Washingtoner Prinzipien wurden als Resultat der „Washingtoner Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ („Washington Conference on Holocaust-Era Assets“), die 1998 im United States Holocaust Memorial Museum stattfand und an der 44 Länder und 13 Nichtregierungsorganisationen teilnahmen, verabschiedet. Ziel der Konferenz, die vom Außenministerium der Vereinigten Staaten und dem Holocaust-Gedenkmuseum initiiert wurde, war die Ausarbeitung von Prinzipien, die den Willen der Aufarbeitung betonen und allgemeine Vorgaben machten, wie mit identifizierten Fällen von durch die Nationalsozialisten geraubten Gütern in öffentlichen Institutionen verfahren werden soll. Die Beteiligten einigten sich auf insgesamt elf Grundsätze. Beschlossen wurde u.a., dass Archive und Depots von öffentlichen Einrichtungen geöffnet werden sollten, da nur auf diese Weise NS-Raubgut erkannt und Provenienzforschung implementiert werden könne. Die Forschungsergebnisse müssten zusammengestellt und veröffentlicht werden. Empfohlen wurde auch die Gründung von Expertengruppen, die dazu beitragen, Erben ausfindig zu machen, „gerechte und faire Lösungen“ zu finden und die – noch nicht rechtlich festgelegten – Eigentumsfragen zu klären.

Seit 2011 werden die Sammlungsbestände des Landesmuseums im Zuge systematischer Provenienzforschung überprüft. Ziel ist es, potenzielles NS-Raubgut an die Erben zurückzugeben.
 

 

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Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

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