Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts

Die Ausstellung im Schloss präsentiert das 19. Jahrhundert im Oldenburger Land mit den Schwerpunkten Landwirtschaft, Handwerk, Schienenverkehr und Schifffahrt.

Die Industrialisierung brachte eine große Dynamik in die Arbeits- und Lebenswelt vieler Menschen, vor allem in den Städten. Die Landwirtschaft blieb jedoch noch lange geprägt von traditionellen Arbeitsmitteln. Hölzerne Pflüge und Arbeitsgeräte zeigen, wie die Felder bestellt wurden. Das recht arme Oldenburger Münsterland erlangte erst durch den Einsatz von Handelsdünger wachsende Prosperität, in den nördlichen Landesteilen, vor allem den Marschen, wurde erfolgreich Viehwirtschaft betrieben. Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes während der Industrialisierung vollzog sich nicht nur eine Revolution des Reisens für den Menschen, auch wirtschaftlich eröffneten sich neue Wege und Absatzmärkte für die Industrie aber auch die Landwirtschaft.

Wer ein Handwerk erlernen wollte musste konfirmiert sein, ein Mindestalter von 14 Jahren haben und „lesen, schreiben und etwas rechnen können“. Der Eintritt in eine Zunft war gebunden an den Erwerb des Bürgerrechts, eine zünftige Lehre, ein „tadelloses Betragen“, die Ableistung der Wehrpflicht, den Nachweis der Wanderjahre und an die Meisterprüfung.

Für das Großherzogtum Oldenburg standen die vierziger und fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts ganz im Zeichen der Seefahrt. Von Brake aus verließen von 1845-1866 zahlreiche Auswanderer die deutschen Länder. 1848 richtete die englische Robinson-Linie eine zunächst vierzehntägige, später wöchentliche Schiffsverbindung London-Brake ein. In den 1850er Jahren entstand mit Nordenham/Außengroden ein neuer oldenburgischer Hafen. 1893 segelten 93 Dreimaster unter oldenburgischer Flagge, Ende des Jahrhunderts verlor die Segelschifffahrt immer mehr an Bedeutung gegenüber dem Siegeszug des Dampfschiffs. 

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Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

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Eintrittspreise:
6 €, 4 € ermäßigt
Kinder (7 - 17 Jahre): 1,50 €
Familienkarte: 10