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Kabinettschau im Prinzenpalais

Das Landesmuseum setzt sich in seiner Kabinettschau kritisch mit den eigenen Sammlungen auseinander und stellt Kunstwerke auf den Prüfstand, die diskriminierende und rassistische Stereotype sowie sexualisierte Darstellungen wiedergeben.

Es gilt, überholte Bildtraditionen und Narrative infrage zu stellen und einen verantwortungsvollen, reflektierten Umgang mit diesen Kunstwerken zu finden. Die Besuchenden sind eingeladen, den Werken kritisch zu begegnen und sich am Diskurs zu beteiligen.

Informationsmaterialien

Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs: „Nicht wegschieben“

Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: „Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt schützen. Forschungswissen ausbauen, Ergebnisse zum Einsatz bringen, Fachpraxis stärken“

Pilotstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Sexismus im Alltag. Wahrnehmungen und Haltungen der deutschen Bevölkerung“

 

Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus: „Perspektivwechsel. Nachholende Gerechtigkeit. Partizipation.“

 

Veranstaltungshinweis

 

Montag, 10.6.2024, 20 Uhr, Cine k, Bahnhofstr. 11, 26122 Oldenburg

Film und Gespräch in Kooperation mit dem Arbeitskreis Koloniale Kontinuitäten
Der weiße Blick - Expressionismus und Kolonialismus

Dokumentarfilm, Regie: Wilfried Hauke, 53 Min., Deutschland 2021

Gesprächsmoderator:in: Sarah El Hindi, Oldenburg

Der Film erzählt, inwieweit Künstler:innen des deutschen Expressionismus in koloniales Denken, exotisierende und rassistische Zuschreibungen von Menschen eingebunden waren. Emil Nolde und Max Pechstein reisten um 1910 ins damalige Deutsch-Neuguinea und zu den Palau-Inseln. Ernst-Ludwig Kirchner reiste nicht, er stattete sein Atelier mit Südseeexotik aus. Diese und andere Künstler:innen nutzen zudem indigene Kunst, um ihr künstlerisches Schaffen zu erweitern. Sie waren nicht an der Realität der Region in der Südsee interessiert, wo bereits die Zerstörung durch Kolonisierung sichtbar war. Ihr „weißer Blick“ blendete Gewalt aus, romantisierte und schuf eine fiktive Idylle, verwoben mit den damaligen rassistischen Konstruktionen von „wir und die“.

Tickets können über die Website des Cine k erworben werden.

Begleitprogramm

 

Themenführungen

Perspektivwechsel! „Ausgeliefert“ - Dominanz als Bildaussage
Sonntag, 14.7.2024, 11 Uhr, mit Ivo Kügel
Sonntag, 4.8.2024, 11 Uhr, mit Ivo Kügel

Perspektivwechsel! Neue Blicke auf alte Werke
Sonntag, 7.7.2024, 15 Uhr, mit Kristina Dolata
Sonntag, 8.9.2024, 15 Uhr, mit Kristina Dolata

Perspektivwechsel! Deutscher Kolonialismus und rassistische Stereotype in der Kunst
Samstag, 3.8.2024, 11 Uhr, mit Myriam Bönicke

Perspektivwechsel! Reflexion über Sprache in der Kunst
Sonntag, 18.8.2024, 12 Uhr, mit Myriam Bönicke

Perspektivwechsel! Auf der Suche nach „absoluter Ursprünglichkeit“
Samstag, 14.9.2024, 11 Uhr, mit Myriam Bönicke

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